Workshop "Erfolgreich bewerben" im BIZ Zürich

Montag, 19. September 2011

Wir hatten die großartige Möglichkeit, am zweiteiligen Workshop „Erfolgreich bewerben" im BIZ Zürich teilzunehmen. Für alle von uns ein sehr aktuelles Thema, da viele schon dabei sind, sich zu bewerben, um den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu machen oder kurz davor sind, sich mit dem Thema „Wie bewerbe ich mich richtig"  zu befassen.

Der erste Teil des Workshops am 14.07.11 hatte folgende Schwerpunkte: Wie stelle ich ein korrektes Bewerbungsdossier zusammen, Lebenslauf, Bewerbungsbrief; welche Strategien kann ich anwenden, um eine zu mir passende Stelle zu finden, im Internet oder auch in den Printmedien; Wie analysiere ich ein Inserat, auf was muss ich besonders achten, was wird verlangt, inwieweit erfülle ich die Anforderungen.

Zu Beginn mussten wir erst mal aufschreiben, was genau unsere Erwartungen an die zwei Nachmittage sind. Herr Graf, unser Kursleiter, notierte sich unsere Fragen, um dann auch direkt darauf eingehen zu können. Für die meisten von uns war vor allem die Frage nach dem Umgang mit Lücken im Lebenslauf von Bedeutung: Ist es besser, sie allenfalls zu vertuschen, sprich auf irgendeine Weise zu füllen? Anhand der Broschüre vom Laufbahnzentrum und Originalbeispielen haben wir uns in das Thema „Wie stelle ich ein korrektes Bewerbungsdossier zusammen?, Was muss es alles enthalten?, Wie stelle ich eine Online-Bewerbung zusammen?, Wie sieht ein Lebenslauf aus?", eingearbeitet. Dann haben wir aktuelle Beispiele aus Zeitungsinseraten angeschaut, die wir mitbringen konnten von Stellenausschreibungen, die uns interessieren.
Auf die Frage, wie gehe ich mit Lücken in meinem Lebenslauf um, hat uns Herr Graf nahegelegt, dass es am sinnvollsten ist, ehrlich zu sein und, dass man eine Therapie nicht vertuschen soll. Dass man aber auch alle Praktika oder Freiwilligearbeit auf alle Fälle angeben soll - auch diese gelten als Erfahrungssammlung, egal in welchem Bereich!

Der erste Nachmittag wurde allgemein sehr positiv aufgefasst und wir konnten alle hilfreiche Informationen mitnehmen, die wir auch gleich umsetzen oder anwenden konnten. Wir hatten alle die Aufgabe erhalten, bis zum nächsten Mal ein eigenes Bewerbungsdossier und einen Bewerbungsbrief zusammenzustellen und zu schreiben. Es wurden auch vier Freiwillige ausgewählt, sich auf ein Bewerbungsgespräch vorzubereiten und dementsprechend alle Unterlagen zusammenzustellen.

Der zweite Teil am 21.07.11 beinhaltete folgende Themen: Arbeitszeugnisse, wie kann ich alte Zeugnisse einfordern; Wann braucht es nur eine Arbeitsbestätigung; Was kann ich machen, wenn ich ein schlechtes Zeugnis erhalte oder nicht einverstanden bin damit. Dann haben wir unsere Bewerbungsbriefe besprochen: Sind wir korrekt auf die Anforderung von den Inseraten eingegangen?, Haben wir den Brief korrekt gestaltet?, Wie wirkt er auf den Arbeitgeber?, Weckt er das Interesse an unserer Person? Dann kam der Hauptteil des Nachmittags: Das Vorstellungsgespäch - angenehm ist es ja so oder so nicht. Wie verkaufe ich mich am besten? Was für Fragen soll/muss ich stellen und was lasse ich lieber bleiben? Zusammen mit einer Personalberaterin wurden die vier Freiwilligen auf Video aufgezeichnet und nachher in der Gruppe ausgewertet - was natürlich für die nicht Betroffenen sehr amüsant war. Es war interessant zu sehen, wie man auf Fragen reagiert. Alle Freiwilligen hatten sich entschieden, offen mit ihrer Suchtvergangenheit und dem Therapieaufenthalt umzugehen. Was eigentlich auch in allen Fällen sehr gut bei der Personalberaterin ankam. Es gab sehr gute Inputs, wie etwa, was man nicht machen soll, wie die Klienten auf die Personalberaterin gewirkt haben, ob sie eine Chance auf die Stelle hätten oder eher nicht. Zudem stellte sich die Frage, wie war es für die Klienten selber mit unangenehmen Fragen konfrontiert zu werden?

Die Resonanz der beiden Kursnachmittage war sehr gut. Für uns alle war es sehr bereichernd und interessant, das Thema einmal spielerisch zu üben, bevor es dann ernst wird im Alltag. Es ist sicher eine Hilfe, wenn man schon im Voraus weiss, wie man auf gewisse Fragen reagieren muss. Dies senkt sicher die Nervosität, die mit einem Vorstellungstermin einhergeht.

Es war für uns eine großartige Möglichkeit, an dem Workshop teilzunehmen und es ist sicher sinnvoll, diese Gelegenheit auch zukünftigen Klienten anzubieten!

M.B.

 



« zurück zur Übersicht

links

Leitbild
Trägerschaft
Betriebsorganigramm
Statuten
Qualitätszertifikat
Offene Stellen
Downloads