Betriebsausflug 23. August 2011

Montag, 19. September 2011

Eine Einladung zum Betriebsausflug im start again mail account weckte Neugier: Wohin die Reise wohl geht? Bis zum letzten Moment bleibt alles geheim!

Der Tag beginnt schon früh um 7:10 h am HB Treffpunkt und es verspricht, ein sagenhaft heisser Hochsommer-Augusttag zu werden. Beim Einsteigen eilt es bereits und die Suche nach den reservierten Wagen führt zu einer start again-Karawane im Zug oder zu Spurts auf dem Bahnsteig. Während der Fahrt steigen einige Glückliche, die etwas länger im Bett bleiben konnten zu, und die Sonne scheint nicht nur draussen, sondern auch in unserem Wagon. Eine Tüte Gipfeli macht die Runde und wir rätseln weiter über das Ziel der Reise. Wir biegen nach Nordosten ab, passieren den Tunnel nach Wattwil und gewinnen an Höhe. Erste konkretere Vermutungen zum Ziel der Reise werden laut. Nach einem Umstieg in einen Doppeldeckerbus wandeln unsere Blicke über die fantastisch grüne, sich lieblich ausbreitende Panoramalandschaft. Eine Bergbahn bringt uns auf den Iltios und nach einer Kafipause lüftet sich das Geheimnis: Die mittlere Etappe des Toggenburger Klangwegs vom Iltios bis zum Schwendisee liegt vor uns. Um alle Stationen richtig auskosten zu können, teilen wir uns in Untergrüppchen auf. Zunächst gibt es im Zwielicht eines herzigen Alm-Hüttlis einen vielleicht zwei Meter hohen Holzzylinder, der rundum senkrecht mit Seiten bespannt ist und von einem Bogen, dessen Haare vom vielen Tönen schon etwas zerfetzt sind, in Schwingung versetzt werden. Wir können ihn in verschiedene Höhen bringen und so mit diesen unerwartet sphärischen Klängen spielen. Es gibt einen Schellenbaum, dann in die Felswand gebohrte Tunnel, in die man hinein blasen kann wie bei einem Didgeridoo. Wer hier mutig ist, steckt seinen Kopf in ein kopfbreites Loch und horcht den Tönen seines Atems und seiner Experimentierlust. Ein weiteres Highlight ist ein Velo, beim dem man durch die Geschwindigkeit beim Treten eine Heulröhre in Bewegung setzen kann. Und so geht es weiter, keine Station ähnelt den Vorangehenden...

Unser Weg biegt ein wenig talwärts, wo ein Bergrestaurant, mit Blick auf einen von Schilf gesäumten Moorsee mit Badeinsel in seiner Mitte, zur Mittagsrast einlädt. Die Schnelleren springen sogleich in das kühle Nass bevor man sich dann zusammen an der ebenfalls angenehm kühlen Mittagstafel trifft. Die grüne Peperoni vom Teller der Carnivoren duftet sehr aromatisch, dafür sind die Spätzli der Vegetarier etwas fad und pappig. Aber das ist an so einem schönen Tag inmitten der Berge, in einem heiter entspannten Team, das gleich in die Badekleider steigt, unwesentlich! Ein wenig später tummeln wir uns wie die Robben auf der Badeinsel. Als wir danach als bunte Tupfer auf der Wiese sünnelen, bleibt einfach nichts mehr zu wünschen übrig! Und es scheint, dass alle von den legendären Blutegeln des Sees verschont geblieben sind.

Nach einem recht steilen Abstieg und einer weiteren kurzen Postautofahrt nach Alt St. Johann werden wir in ein stattliches Haus mit dem vielsagenden Namen „Klangschmiede" entführt: Dahinter verbirgt sich tatsächlich eine historisch eingerichtete Schmiede, in der die weltberühmten Schweizer Schellen nach uraltem Wissen und Verfahren in tagelanger Arbeit das Licht der Welt erblicken. In den oberen Ausstellungsräumen hängen drei derartige Kostbarkeiten, für den stattlichen Preis von 20 000 CHF von der Schmiede aus der Region für die Region erstanden. Wenn man gesehen hat, wie aufwendig das Herstellen solcher Schellen ist, erscheint so eine Summe schon nicht mehr so utopisch. Ansonsten lernten wir in den oberen Stockwerken, welches Aussehen die Frequenzen von Tönen oder Klängen im Wasser oder in feinstem Sand auf einer Platte annehmen. Es sollen teilweise dieselben Formationen wie bei den Blättern von Rosengewächsen entstehen. Die Natur - ein Wunderwerk - und atemberaubend nicht nur in den Bergen, sondern auch im Museum. Bleibt noch zu erwähnen, dass auch die hölzernen Klarinetten und Flöten und die über 200 Jahre alte Heimorgel als Werke eines Schweizer Musikgenies namens Ueli Ammann in den Ausstellungsräumen zu bewundern sind. Noch heute werden sie in Orchestern gespielt. Diese Instrumente von nach wie vor hoher Qualität sind in alle Welt gewandert und lassen sich z.B. auch in einem Museum in San Francisco bestaunen. Es gäbe noch einiges zu erzählen...

Im Zug fahren wir schliesslich voller Eindrücke und doch ein wenig erschöpft in Richtung Zürich zurück. start again Betriebsausflug? Oh ja, immer wieder und am liebsten immer öfter, witzelten wir noch ausgelassen. Ein herzliches Dankeschön an Heinz, der dem Team einen so wunderschönen Tag beschert hat!

P.v.B.

 



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