Yoga Tage 2010

Montag, 31. Mai 2010

Am Montagmorgen, den 31. Mai 2010 war es soweit, Father Joe, der bereits Sonntagnachts angekommen war, beehrte uns für drei Tage Yoga. Punkt 11.00 Uhr stellte er sich jedem einzelnen der Gruppe vor. Viele von uns kannten ihn nicht und hatten grossen Respekt vor den kommenden Yoga-Tagen. Er erzählte uns, dass er selbst einmal süchtig war und seit 42 Jahren Yoga praktiziert. Mittlerweile hat er über 52 Krypta-Stationen in Indien.

Er machte uns klar, dass es wichtig sei, nicht nur die Gedanken mittels Psychotherapie zu regenerieren, sondern auch unseren Körper, welcher unser Tempel sei. Es gäbe nur einen Weg diesen zerstörten Tempel wieder aufzubauen und wir würden ihn mögen: "It's the way of pain!! But you can be your architect!" Father Joe hatte eine solch fesselnde Ausstrahlung, dass wir alle aufmerksam zuhörten. Er erklärte uns einfach und mit viel Humor wie der Mensch funktioniert und wie Süchtige denken. Wir haben drei Systeme (Immunsystem / Nervensystem / Zentrales Nervensystem). Zusätzlich wird unser Körper, wie das ganze Universum, in die fünf Elemente eingeteilt:

Erde: Füsse
Feuer: Genitalbereich und Solar Plexus
Wasser: Bauch
Luft: Atmungsapparat
Äther: Kopf

Mit Übungen werden diese harmonisch eingespielt. An den folgenden Tagen stärkten wir vor allem unsere Herzmuskulatur, die bei den meisten von uns auf Grund des Drogen- und Nikotinskonsums, ziemlich geschädigt ist. Die Übungen waren streng und schmerzhaft, wie von ihm angekündigt. Father Joe erklärte uns, dass bei Süchtigen die ganze Energie zum Kopf oder dem Genitalbereich gewichen sei. Mit Yogaübungen kann man die Kopfenergie nach unten und die Sexualenergie nach oben arbeiten. Beide Energien sollten sich beim Herzen treffen. Ausserdem stärkten wir unser Immunsystem und Nervensystem. Die Übungen bewirkten auch, dass sich unser Geist beruhigt (peace in mind). Auch unser Zentrales Nervensystem (Wirbelsäule) wurde reaktiviert und verjüngt, was zum Teil mit lautem Stöhnen verbunden war. Am Nachmittag verbrachten wir die meiste Zeit mit Atemübungen in Verbindung mit den 5 Elementen. Wir machten auch Meditation-Atemübungen und stiessen bei Father Joe auf Unverständnis, dass die meisten von uns rauchen. In Indien sei das ungefähr so, wie wenn ein Zuckerkranker Insulin spritzt und nachher ein Kilo Zucker zu sich nehmen würde! Am Ende jedes Tages machten wir noch Entspannungsübungen.

Unsere Körper wurden von Tag zu Tag müder. Am Mittwochnachmittag sagte er uns, dass wir eine der besten Gruppe der letzten 10 Jahren gewesen seien. Der Abschieds-Apéro war geprägt von guter Stimmung, Kuchen und Chai-Tee. Selten haben wir eine so ausgeglichene Persönlichkeit wie Father Joe erlebt. Wir freuen uns auf nächstes Jahr. Thank You!!!

S.B. + G.B. Klienten, im Mai / Juni2010



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