Ski-Weekend Klewenalp Februar 2012

Donnerstag, 1. März 2012
Endlich war der Zeitpunkt des Aufbruchs ins Ski-Weekend gekommen. Am Freitag dem 24. Februar war die Vorfreude kaum mehr auszuhalten, als wir nach getaner Arbeit in die voll beladenen Busse drängten. Die Bekanntgabe des Programms erfolgte spät und es gab im Vorfeld viel Raum für Spekulationen. Die Gerüchteküche brodelte und die Spannung stieg. Snowboarder: „Gibt es dort mehr als nur einen Bügellift?"; Skifahrer: „Sind die Pisten steil genug?"; Alle:„Wo werden wir einquartiert? - Oberhalb von Emmetten (LU) in der Rotifluehütte, war die langersehnte Antwort.
Die Anreise gestaltete sich bereits abenteuerlich. Nachdem wir die erste Kurve, Einfahrt Steinwiesstrasse 24, mit vereinten Kräften doch noch geschafft hatten, fuhren wir bei strahlend schönem Winterwetter und klarer Fernsicht den Bergen entgegen. Die Waldi-Bahn, die uns vom Dorfzentrum Emmetten aus weiterbrachte, hat zwei kleine 4-er Gondeln und wird von der Talstation aus bedient. Das Warten auf die eigene Fahrt machte Spass und alle waren guter Laune. Die erste Ladung kam oben an, steigt aber nicht aus. Die Mittelstation (Rotiflue) ist das Ziel und der frei über dem Abgrund stehende Mast lädt nicht zum Aussteigen ein. Zum Glück war jemand mit Handy in der ersten Gondel anwesend. In die zweite mussten alle Köche rein, denn es dämmerte bereits und wir waren hungrig.
Während der Ankunft sahen wir das schönste Abendrot am Himmel und genossen die grossartige Aussicht über den Vierwaldstädtersee. Die Hausmeisterin erklärte die Regeln, während wir schon alle im und ums Haus auf Erkundungstour waren. Jetzt gabs erst einmal einen schönen Ländler zum Einstieg und dann gleich Minimal. Nun hatten wir es also geschafft, alle 18 Personen waren angekommen. Die hochmodern eingerichtete Küche war gut besetzt und der Esssaal von uns nach Feng Shui Regeln umgestaltet worden. Danach das feine Essen und dazu ein ausführlicher Beschrieb der erweiterten Regeln eines Kartenspiels namens Arschlöchli. Nach einer kurzen Besprechung des ersten Schneetags, wurde es schon richtig laut. Activity war angesagt und Sibylle knetete ruhig den Zopf für Samstag. Bruno machte zufrieden Fotos von der Szenerie und der Reporter seine Notizen. Nach gemeinsamer Meditation im zweiten Frauenschlag, durften wir dann noch einmal Schlafen, bevor wir dann die Pisten unsicher machen würden.
Schnappschüsse Freitag: Alle: 7-mal Gepäck umladen und dann alle in der Hütte angekommen:„Aah, eine vollautomatische Kaffeemaschine! Los, los!" - Snomi: Bereitet das einfache Abendessen vor. Die Truppe lässt sich treiben: Helfen? Spielen? Helfen? - 19.00 Uhr: Viele Freiwillige und los geht's mit dem Kochen. Penne alla rabiata! Edles Schweigen. - Daniela: Eine halbe Stunde meditieren am Abend. Daniela hält es nach 25 Minuten nicht mehr aus, sie muss ran gehen (ans Telefon). Dann halt 35 min. Wo bleibt der Manager!? - Massimo: „Activity? Keine Lust, da mach ich immer alles!" bla bal bla - Fabrizio: Wächter der Sanduhr beim Activity: „Da wird nöd bschisse!" FERTIG, FERTIG!
Am Samstag standen alle mit Leichtigkeit auf. Einige nicht ganz ausgeschlafen, da die Waldarbeiter die ganze Nacht durchgearbeitet hatten. Morgens lief jedoch alles rund und schon ging es los, wieder mit der Waldi-Bahn ins Skigebiet. Alle Teilnehmer wurden nach Disziplinen in Gruppen eingeteilt und machten sich mit entsprechendem Gerät auf den Weg. Das Skifahren, Snowboarden und Schlitteln bei schönem warmem Winterwetter machte allen grossen Spass. Daniela und Johannes teilten sich gar einen Schlitten, was für richtig gute Fahrt und reichlich Aktion sorgte. Gemeinsam übten sie auch gleich das Konfrontieren mit den auf der Schlittelpiste verirrten Skifahrern.
Die Panoramaschneebar war der Treffpunkt über Mittag. Wir konnten dort im freien Picknicken und uns auf den Liegestühlen ein wenig ausruhen. Danach ging es schon wieder ab auf die Piste mit unseren guten Freunden Adrenalin und Endorphin. Wir winkten vom Sessel aus den anderen Gruppen zu und bewunderten Brunos eleganten Telemarkstyl, den er mit Extremcarvingski fuhr. Es war nicht immer strahlend blau, doch die letzte Fahrt am Abend genossen wir im Sonnenschein.
Seneca und Marc leiteten das Kochen mit voller Küche. Alle halfen mit, das Festessen vorzubereiten. Gespickter Schweinsschulterbraten mit Polenta und Salat. Hurra, die Kaffeemaschine läuft wieder! Nach einem 20 Minuten Schlaf des selbsternannten Servicemanns, hatte er die Ursache gefunden. Ein defektes Verteilkabel. Ohne Kaffee hätten es wohl viele nicht bis zum Dinner geschafft. Das Essen schmeckte hervorragend und es gab viel zu lachen.
Die Besprechung für den Sonntag fiel kurz aus. Alle waren extrem müde und wir wurden uns schnell einig. Spiel und Spass am Abend durften natürlich nicht fehlen. Activity war wieder angesagt und es gab erneut viel Aktion und wilde Ratereien. Nach der abendlichen Meditation war die Stimmung ruhig und gelassen, abgesehen von der kleinen Goaparty die im Luftschutzbunker tobte. Nach und nach wurde es leiser bis bald nur noch das laute Schnarchen zu hören war.
Schnappschüsse Samstag: Jürg: Als wir auf die Gruppe mit zwei Snowboarderinnen treffen, lässt er seinen Charme spielen und deckt sie mit einem elegant geschwungenen Bogen mit Schnee ein. „Aaha, so sehen Schneefrauen aus." Die dabei entstehende Abwärme lässt auch den Schnee unter den Kleidern schnell wieder schmelzen. Aron: Freut sich sehr, Massimo auf der Piste zu treffen und einwenig mit ihm zu plaudern. Er würde ihn am liebsten gleich umarmen. Dies gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht. Er ist Snöber.
Johannes: (Unser Genesungsmeister) Er ist seit neustem Nichtraucher und gibt gefundenes Geld an der Schneebar ab. Gut gemacht!
Nami: Kann den Tag nicht wirklich geniessen. Er hat kein Auge zugetan. Die Säge der Nacht lief genau neben ihm. „Ich werde heute im Keller schlafen!" - Bruno: Lernt zwei ganz nette Damen kennen, die in der Schneebar an seinen Tisch wollen. Er will die Bar gar nicht mehr verlassen und ist sichtlich amüsiert. Die letzte Fahrt in der Abendsonne. Bruno kommt jetzt doch. - Elvis: Hat seine Höhenangst überwunden und kommt jetzt mit Sessellift zu vollem Schlittelspass. Gelaufen wird auch viel. Es ist nicht immer genug steil.
Der erste Eindruck vom Sonntag war gar nicht freundlich. Es hatte über Nacht angefangen zu schneien und der Blick aus dem Fenster machte den einen oder andern etwas nachdenklich. Die neuen Gruppen wurden nochmals besprochen und Team-Jürg fuhr früh los. Nochmals einen ganzen Tag auf der Piste verbringen zu können, dass wollten wir uns nicht entgehen lassen. Die Sichtweite war gleich Null, der Neuschnee gut und die Abfahrten schienen länger als am Tag zuvor. Es gab viel zu lachen und zu schreien, wenn wieder mal jemand von der Piste abkam und im Tiefschnee stecken blieb. Die übrigen Wintersportler waren mit Putzen und Schleppen des Gepäcks beschäftigt, um die Hütte abgabefertig zu machen. Der Mittagstreffpunkt war an diesem Tag die Klewenalphütte, in welcher Bruno einen Raum für uns organisiert hatte. Dort gab es Pommes Frittes zu melancholischer Jodelmusik. Eine kurze Kartenrunde durfte natürlich auch nicht fehlen, bevor wir uns wieder gemeinsam auf zum Chälen machten. Die Sicht auf 2000m war nach wie vor ganz schlecht. Eine Gruppe mit Snowboardern wechselte schon früh in tiefere Lagen zum Twäregg-Lift, wo es noch bedeckt aber nicht neblig war. Nach der Talabfahrt die von grünen Flecken und Steinen gespickt war, trafen wir uns wieder bei unserem Ausgangspunkt, der Talstation der Waldi-Bahn. Die Rückreise verlief reibungslos. Eine Gruppe gesellte sich erst in Beckenried wieder zu uns, nachdem sie den Abstieg von der Klewenalp, mangels Schnee auf der Talabfahrt, mit der Gondel bewältigten. Auf der Autobahn wurde es dann ruhig im Bus, und die meisten wachten in Zürich wieder auf.
Schnappschüsse Sonntag: Jürg: Wetter trüb und nass. Egal! Team Jürg zum Ausdauerfahren antreten, marsch! - Aron: Feuert Massimo an. „Sauberer! Schneller!" Er reinigt die 110 4er-Sessel des Chälen-Lift mit einem Besen vom frisch gefallenen Schnee. Wir warten auf Marko, der im Nebel eine Abzweigung verpasst hat. - Marko: Wenn bei der Talabfahrt ein Stück Asphalt den Weg versperrt, muss man einfach mit genug Rücklage und möglichst ohne Kanteneinsatz durch. Es funktioniert!
Wechselhaft war nur das Wetter. In uns drin jedoch schien die Sonne das ganze Wochenende hindurch. Die Stimmung in der Gruppe war heiter und entspannt. Alle standen motiviert und engagiert für einander ein und genossen die willkommene Abwechslung draussen am Berg. Ausser dem Sägelärm bei Nacht gab es keine Störungen der beschriebenen Idylle, keine Verletzungen und keine Zusammenstösse.

Eine hervorragende Organisation und die Flexibilität des gesamten Betreuerteams war eine gute Vorlage für ein Wochenende mit viel gemeinsamem Spass. Ein fettes DANKESCHÖN an alle Mitwirkenden des sa-Teams, die uns den freudigen Aufenthalt hoch über dem Vierwaldstädtersee ermöglichten.

M.B.



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