Volleyball-Turnier verschiedener Suchttherapien

Freitag, 25. Juni 2010

Am 25. Juni um ca. 11.30 haben sich die vier Volleyball-Teams des start again auf den Weg nach Luzern gemacht. Alle haben sich auf das Turnier gefreut, die Klienten waren motiviert ohne jedoch besonders nervös zu sein. Unsere Gebete wurden erhört, somit war uns auch Petrus wohl gesinnt und das Wetter traumhaft schön. Also ideale Voraussetzungen für ein Turnier. Die Reise mit Auto und Kleinbus verlief gut, war kurzweilig und gegen 13.00 erreichten wir die, nahe der Aussenhofmatt gelegene Spielwiese.

Es waren schon mehrere Teams anwesend, die schon mit dem Aufwärmen beschäftigt waren. Viele der Teilnehmer haben vorab noch eine kleine Stärkung zu sich genommen. Was uns umso leichter fiel, da es nicht nur genug zu essen gab, sondern die angebotenen Sandwichs und Getränke auch anspruchsvolle Geniesser zu überzeugen wussten. Danke deshalb an dieser Stelle dem verantwortlichen Catering-Team, aber auch dem Organisations-Komitee, welche alle infrastrukturellen Details, sowie das erforderliche Material im Griff hatten und nichts unberücksichtigt liess. Umstände, welche wesentlich dazu beitrugen, dass der Anlass ohne Probleme und reibungslos ablaufen konnte. Die Stimmung war gut und allmählich trafen auch die restlichen, der insgesamt 16 Mannschaften ein, so dass die Spiele schliesslich rechtzeitig angepfiffen werden konnten. Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem Mannschaften der Institutionen Aussenhofmatt, Lehn, Casa Fidelio, Lilith, Drogenforum Innerschweiz und start again. Das Turnier dauerte an die vier Stunden und verlief zum grössten Teil spannend und ausnahmslos fair und respektvoll. Die vier Teams des Start again hiessen Klopfer, Placebo, Clean and Crazy und start again-Staff. Während die Mannschaften Placebo und Klopfer mit je zwei gewonnenen und zwei verlorenen Spielen den 14. bzw. 12. Platz belegen konnten, gelang es den Spielern der Mannschaft Clean and Crazy den vierten Platz zu erobern. Welcher der beiden Qualitäten, clean oder crazy, für das gute Ergebnis ausschlaggebender war oder es am Ende an der gewagten Symbiose der beiden Eigenschaften lag, entzieht sich meinem sportpsychologischen Urteilsvermögen. Der - bis zum nächsten Jahr - anhaltende Stolz des start again waren und sind allerdings die Stürmer und Dränger des start again-Staff. In einem hart umkämpften, Sagenumwobenen und Hymnen inspirierenden Finale, gelang es ihnen die furchteinflössenden Gladiatoren des Casa Fidelio zu überwinden und somit den ersten Platz zu belegen.

Nach dem Turnier nahmen die Spieler ihr wohl verdientes Bad im kühlen Nass des nah gelegenen Flusses. Auf diese Weise erfrischt schritten dann alle zur anschliessenden Preisverleihung und zum eben so verdienten Buffet. Auch dieses liess in lukullischer Hinsicht nichts zu wünschen übrig. Das reichhaltige Salatbuffet und die Gemüsespiesse waren ausgezeichnet und die karmischen Rückschläge verursachenden Grilladen heiss begehrt. Die Tatsache der, in unverhältnismässig hoher Zahl liegen gebliebenen Soyawürste und Tofuplätzchen, sind für den Verfasser dieser Zeilen allerdings nicht nachvollziehbar und werden wohl noch so einige Reflexionen nach sich ziehen. Auch an dieser Stelle an die, für dieses Essen Verantwortlichen ein grosses Lob und Dankeschön. Nun verhält es sich ja so, dass der Mensch durch ein blosses, ausschliessliches und ununterbrochenes Glücks- und damit einhergehenden Hochgefühl in seinem spirituellen Fortschreiten und Wachstum, eher gehemmt, jenes auf Dauer gar verunmöglicht wird. Auch diesbezüglich wurde dieser Abend aufs vorzüglichste abgerundet und die daran Teilnehmenden ins kosmische Gleichgewicht zurückversetzt; und zwar in Form des Fussballspiels Schweiz-Chile. Wer es gesehen hat und immer noch an der, nichts dem Zufall überlassenden, alles im Gleichgewicht erhaltenden Hand einer höheren Macht zweifelt, ist und bleibt ein hoffnungslos Ungläubiger.

U. W. Klient, Juni 2010



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