Yoga-Tage mit Father Joe - Juni 2012

Dienstag, 19. Juni 2012

Die Yoga Tage begannen aus der Sicht vieler Teilnehmer schon einige Zeit vor dem eigentlichen Start der angekündigten Intensivtage. Da die meisten Interessierten bisher keine oder nur wenig Erfahrung mit Yoga sammeln konnten, wurden schon vorab einige Yogastunden durchgeführt, um das Interesse zu wecken und um eine gewisse Basis zu schaffen. Die Vorbereitungen beschränkten sich allerdings nicht nur auf die körperlich-geistige Vorbereitung, sondern erforderten ausserdem noch diverse organisatorische Dinge wie die Bereitstellung angemessener Räume zur Durchführung der Yogatage und für die standesgemässe Unterbringung des angereisten Lehrers. Der Lehrer, „Pater Joe" genannt, entpuppte sich als ein freundlicher, charismatischer Mann, der seit über 40 Jahren Yoga praktiziert und lehrt. Seine Art, Yoga zu lehren, lässt sich nur schwer beschreiben, da die wichtigsten Erfahrungen während des Kurses zwar in Worte gefasst, doch damit nur ungenügend beschrieben werden können.
Die Intensivtage erstreckten sich über drei Tage mit jeweils zwei mal zwei Stunden und einer zweistündigen Mittagspause.
Gleich zu Beginn der ersten zwei Stunden erstaunte er beinahe alle Anwesenden mit seiner körperlichen Flexibilität und Agilität. Seine Stimme und sein Auftreten vermittelten die Sicherheit eines erfahrenen Mannes, den man gut und gerne einen Meister seines Faches nennen darf.
Er widmete den Morgen des Starttages der Erläuterung der unterschiedlichen Körpersysteme und zeigte Übungen, die die entsprechenden Systeme unterstützten und kräftigten. Seine präzisen Unterweisungen und seine immer wiederkehrenden Ermahnungen, den Atemfluss nicht zu unterbrechen, unterstrichen seine Kompetenz und schufen eine konzentrierte Atmosphäre. Die drei Körpersysteme, das Nerven- Drüsen- und das Immunsystem erfuhren eine Vorstellung auf der körperlichen Ebene, wie sie für uns Bewohner der westlichen Staaten fremd und ungewohnt sind. Es war aufregend, den eigenen Körper auf diese Weise erleben zu dürfen und entdecken zu können.
Gleichentags am Nachmittag wurden uns die Atemübungen, die sogenannten „Brana-Jama" vorgestellt. Sie sind für die korrekte Praktizierung von Yoga unerlässlich. Denn, wie „Pater Joe" nicht müde wurde uns zu sagen, sind wir nur über den Atem in der Lage, die linke Gehirnhälfte, den denkenden Geist loszulassen und die rechte Seite Gehirnes zu aktivieren.
Am Morgen des zweiten Tages erfolgte die Unterweisung, wie unter Verwendung des am Vortag Gelernten, eine Herabsenkung von Körper- und Geistesaktivitäten anzusteuern sind. Die Werkzeuge zur Erreichung dessen, lagen in den teils abenteuerlich ausschauenden Übungen, den „Asanas", die wir bereits vom Vortag kannten.
Der Nachmittag widmete sich wieder den „Brana-Jama", den Atemübungen. Dieses Mal atmeten wir in verschiedene Körperregionen mit gewöhnungsbedürftigen Namen wie „Somana", „Udana" oder „Apana". Das Atmen in einen bestimmten Ort im Körper zog verblüffende, wenn auch subtile, Veränderungen in der eigenen Wahrnehmung nach sich und liess erahnen, was durch längere Praxis von Yoga, so wie Pater Joe es vermittelt, möglich wäre.
Im Morgenblock des dritten Tages wurden wir unterwiesen, wie mittels Yoga die eigene mentale Stärke erweitert und wie das eigene Gemüt stabilisiert werden kann. Einige der Übungen, die „Asanas", wie Pater Joe sie nannte, kannten wir bereits aus den vorangegangenen Tagen.
Im letzten Abschnitt am Nachmittag zeigte uns der Lehrer wiederum Atemübungen. Sie konzentrierten sich dieses Mal aus Übungen, die zur guten Vorbereitung auf die Meditation genutzt werden können. Anschliessend, als bereits die letzte halbe Stunde der Yogatage angebrochen war, nahm sich Pater Joe noch die Zeit, sich spezifischen Körperleiden, wie beispielsweise der Behandlung von Skoliosen, zu widmen.
Abschliessend darf ich sagen, dass die Yogatage an keinem der Teilnehmer spurlos vorbei gingen. An den Abenden der Yogatage war die gehobene Stimmung fast greifbar. Ich für meinen Teil freue mich bereits heute auf die nächsten Yogatage im kommenden Jahr.
R.M.



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