Erlebnislager in Schwanden im September 2011

Freitag, 23. September 2011

Am Freitag, dem 2. September, war der lang ersehnte Tag endlich gekommen: Wir brachen auf ins Erlebnislager! Unser diesjähriges Ziel befand sich im schönen Glarnerland, genauer in Schwanden, wo wir unsere Zelte in einem geräumigen Pfadihaus auf einem grünen und etwas abgelegenen Hang aufschlugen.

Kaum angekommen, ging es schon ans erste Auskundschaften der Umgebung. Während sich die einen kreativ betätigten und voller Tatendrang Pfeil und Bogen zu schnitzen versuchten (sorry, D., belassen wir das mal beim Versuch!), begegneten die anderen einem leicht schwulstigen und lüstern dreinschauenden Geissbock mit Schmalzlocke, die dritten wagten sich währenddessen ans „Action-Volleyball" im hügeligen Gelände, ein Unterfangen, welches mit der zunehmenden Neigung des Geländes stets grösseren Spass zu machen schien. Zur Feier des ersten Lagertages verwöhnte uns Marc mit einem feinen Curry-Gericht und wir liessen den Abend mit Gesellschaftsspielen und der Abendmeditation ausklingen.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der grossen 15 Kilometer-Wanderung von Obstalden bis zum wunderschönen Talalpsee, wo Valentin, welcher den Einkauf getätigt hatte, bereits mit angefeuertem Grill und vorbereitetem Buffet auf uns wartete - welche Freude! Das gemütliche Beisammensein unter wolkenlosem Himmel, das feine Essen und der erfrischende Sprung ins kühle Nass des Talalpsees besänftigten schliesslich auch die letzten Gemüter, welche bis anhin noch ziemlich mitgenommen wirkten. So gelang es sogar J., trotz Schmerzen und dem tiefsitzenden Schock (des als schauerlichem „Stützstrumpf-Flirt" bekannt gewordenen Zwischenfalls auf dem Wanderweg), seine im Laufe der zurückgelegten 700 Höhenmeter aufkeimenden Rachegelüste gegen K., welcher die Wanderung mit den besten Absichten ausgewählt hatte, einzudämmen. Glücklicherweise weilt K. noch immer unter uns, da J. keine seiner 181 hinterhältigen und phantasievollen Methoden, einen wanderfreudigen Glarner um die Ecke zu bringen, ausführte. DoT sei Dank!

Den Sonntag nutzten wir alle gemeinsam zur Erholung, indem wir den Nachmittag in Murg am Walensee verbrachten. Hier konnten wir die Seele baumeln lassen oder uns im sportlichen Wettkampf mit Badminton, Volleyball oder Schwimmen im eiskalten Wasser messen. Nicht einmal der leichte Nieselregen vermochte unsere gute Stimmung zu trüben, wir genossen das lockere und entspannte Zusammensein und schwelgten bereits in Vorfreude und Phantasien über den nächsten Tag, welcher einer Führung im Höllloch galt.

Am Montag früh brach also der grosse Tag an: Wir würden das Höllloch, das europaweit grösste Höhlensystem überhaupt, betreten! Wir brachen zeitig auf und fuhren ins Schwyzer Muotathal zu diesem einmaligen Karstgebilde. Mit einer kleinen, durch eine Kuhherde verursachten Verspätung (diese Innerschweizer!), kamen wir schliesslich an und betraten nach der Instruktion durch den Höhlenführer das kühle Dunkel. Voller Spannung und Vorfreude folgten wir den Hinweisen und Erklärungen des Führers, der uns begeistert darauf hinwies, dass wir gerade Zeugen eines einzigartigen Naturschauspiels werden würden, denn es herrsche Hochwasser und wir würden das Überfluten der unteren Höhlenkammern buchstäblich mitverfolgen können. Was er uns in jenem Moment vorenthielt, war die Information, dass wir durch das Hochwasser in der ganzen Höhlenbegehung sehr eingeschränkt würden, da sämtliche tiefer gelegenen Bereiche geflutet waren. So bestand unsere Höhlenexkursion schliesslich aus einem ungesicherten und deshalb spannenden Abstieg an langen Stahlleitern durch enge Schluchten, die uns zu einer Art Wasserfall führten, und der Vorführung eines SF-Höhlendokus mit Apéro, natürlich ebenfalls in der Höhle. Obwohl wir bloss einen kleinen Teil der Führung realisieren konnten, war der Aufenthalt in der kühlen Welt ohne Tageslicht einfach atemberaubend, extrem interessant und faszinierend.

Der Dienstag bedeutete für uns Sporttag, denn der Ausflug führte uns nach Filzbach ins Sportzentrum Kerenzerberg, wo wir einen einmaligen Event und Erfolg in der Geschichte des start again feiern konnten: Nachdem wir bereits eine Stunde Beachvolleyball gespielt hatten, forderten wir die Abteilung Seepolizei der StaPo Zürich, welche ebenfalls vor Ort war, zu einem Duell auf dem Sand. Das Match war hart umkämpft und mit viel Einsatz und Kampfgeist verbunden, aber zu guter Letzt konnte es das sa schliesslich mit 3:2 für sich entscheiden - juhu! Nach dem Sport grillierten wir vor Ort und beschlossen den Abend mit dem gemeinsamen Verfolgen des Fussballspiels in einem nahe gelegenen Lokal.

Am Mittwoch waren uns die Strapazen und der Schlafmangel des Erlebnislagers buchstäblich ins Gesicht geschrieben, nichtsdestotrotz ging es nochmals hoch in die Berge. Diesmal führte uns der Weg nach Elm, wo wir uns je nach Wander- und Erholungsbedürfnis einer Gruppe anschliessen konnten. Die eine Gruppe unternahm eine kurze, aber steile Wanderung, währenddessen die andere Gruppe einen kleinen Spaziergang tätigte und sich ansonsten beim Jassen und Lesen auskurierte. Doch auch an diesem Tag gab es nochmals ein aufregendes Highlight mit viel Action und Adrenalin: Die von den Teamern auf unser Drängen und Bitten hin spontan erlaubte Talabfahrt auf Mountain-Bobby Cars, mit welchen wir den Berg herunterdonnern konnten. Wow, war das ein Spass! Obwohl Valentins berühmt-berüchtigtes Sorgenbarometer kurzzeitig enorm in die Höhe schnellte, kamen wir alle heil und begeistert bei der Talstation an und das Glänzen in Marcs und Valis Augen war auch für uns unübersehbar.

Doch damit nicht genug; der Abschlussabend wurde mit F.'s und J.'s aufwändig vorbereitetem und exquisitem Abendessen würdig gefeiert. Nachdem wir uns mit diesem vorzüglichen Mahl alle den Bauch vollgeschlagen hatten, fand draussen eine Art Improvisationstheater zwischen aufgestellten Fackeln statt. Jeder konnte nochmals frei zu seinen Lagereindrücken loslegen, was zu haufenweise unerwarteten und lustigen Episoden und Sprüchen führte.

Der reibungslose Ablauf des Hausputzes am Morgen vor der Abreise war für die ganze Woche und unsere momentane Gruppe kennzeichnend, denn jeder packte mit an und half mit. So durften wir während dem gesamten Lager eine entspannte und freundschaftliche Atmosphäre und ein Gefühl von Zusammengehörigkeit geniessen, was nicht zuletzt auf die tolle Organisation und die Teamer zurückzuführen ist. Im Namen der ganzen Truppe möchte ich mich hiermit als Verfasserin dieses Berichts beim start again-Team für die wunderschöne Lagerwoche und Euren Einsatz bedanken, es war einfach super - Danke!


S.



Erlebnislager in Schwanden im September 2011

« zurück zur Übersicht

links

Leitbild
Trägerschaft
Betriebsorganigramm
Statuten
Qualitätszertifikat
Offene Stellen
Downloads