Ausflug ins Sensorium

Montag, 1. Juni 2009

Nachdem Hans uns in einem Selbsthilfe - Workshop über Neurobiologische Vorgänge bezüglich Sucht in unseren Hirnen aufgeklärt hatte und uns dabei den Besuch des Sensoriums empfahl, planten wir einen Ausflug ins „Sinnestäuschungs­labor", im Kanton Bern. Die Hinfahrt gestaltete sich zu Beginn reichlich amüsant mit unserem Rennfahrer „Heinz" am Steuer. Heinz, Rennfahrer...? War das schon die erste Sinnestäuschung? Ganz sicher aber erlebten wir die erste Täuschung als wir uns kurz vor Ankunft im Sensorium verfuhren und eine Frau nach dem Weg fragen mussten. Die Antwort; „Dir sitt komplett fausch" bestätigte uns, dass wir bereits das erste Mal getäuscht wurden. Beim Eingang zum Sensorium, nachdem wir es schlussendlich doch noch gefunden hatten, verweilten wir schon bereits das erste Mal, als einige von uns begannen, sanft, mit Gefühl, einer Klangschale wohltuende Klänge zu entlocken. Die Klänge widerspiegelten sich sichtbar im Wasser der Klangschale und waren durch Vibrationen durch den ganzen Körper wahrnehmbar. Nicht minder faszinierend war das Summloch. Ein quaderförmiger Stein, mit einer kopfgrossen Aushöhlung. Neugierig steckte ich meinen Kopf hinein und begann Summtöne von mir zu geben. Nach ausprobieren verschiedener Summtöne, fand ich schliesslich diejenige Tonlage, welche meinen ganzen Körper in Schwingung versetzte. Vergleichbar mit einer wohltuenden Tiefenmassage. Die meiste Zeit verbrachte ich aber in einem schalldichten Raum, in welchem drei verschiedene Gongs aufgestellt waren. Vorsichtig liess ich den grössten der drei, mit einem feinen Schlag erklingen. Langsam begannen sich angenehme Schallwellen durch meinen ganzen Körper auszubreiten. So langsam wie sie mich eingenommen hatten, verliessen sie mich nach einer ganzen Weile auch wieder. Nun versuchte ich es mit einem härteren Schlag. Die Schallwellen kamen erneut langsam in mich, steigerten sich dann aber bis zu einem fast unaushaltbaren Zustand, bis ich schlussendlich den Gong, durch Anfassen stoppen musste. Unglaublich was dieses Instrument in der Lage war, in mir auszulösen. Weitere Installationen liessen einen Einblick gewähren, wie unser Auge sieht, unser Ohr hört, unsere Nase riecht, die Haut fühlt, die Finger tasten, die Füsse verstehen, die Hand begreift, das Gehirn denkt, das Blut pulst und unser Körper schwingt. Ein faszinierendes Erlebnis! Auf der Heimfahrt, kurz nach dem Gubristtunnel, wurden unsere Sinne ein letztes Mal auf die Probe gestellt, als wir mit dem Therapiebus einen Ferrari überholten. War das wieder eine optische Täuschung? Konnten wir unseren Augen trauen?

D.G. Klient, im Juni 2009



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