Yoga-Intensiv-Tage mit Father Joe

Freitag, 5. Juni 2009

Yoga...einige KlientInnen wussten schon, was da auf sie zu kommen würde, doch für die meisten war es ein völlig neues Thema. Ein Gebiet, bei dem man sehr intensiv an seinem Körper und Geist arbeitet. Vor den Yogatagen durften wir KlientInnen eine Yogaeinschulung von Béla geniessen. Er selbst praktiziert schon seit Jahren Yoga und bietet auch Kurse an. Béla führte uns in die Atemtechnik ein und zeigte uns damit, wie man gegen die inneren Widerstände oder „kleinen Krisen", die der Körper hervorruft, am Besten vorgehen kann.

Endlich standen die Yogatage vor uns und wir empfingen Father Joe am Sonntagabend im Start Again. Doch wer ist Father Joe als Person? Es wurde im Vorfeld sehr viel von ihm gesprochen und erzählt, so dass wir schon eine starke Vorstellung von ihm erhielten. Father Joe arbeitet in seiner Heimat Indien schon seit über 40 Jahren mit Drogenabhängigen und hat dort um die 51 Therapiezentren für Suchterkrankte auf die Beine gestellt. Alljährlich reist er als sehr gefragter Yoga-Lehrer um die Welt. Mit seiner Fachkenntnis und Liebe zum Yoga ist er wahrlich ein Meister auf diesem Gebiet.
Bereits bei der ersten Yogalektion von Father Joe machten wir Bekanntschaft mit unserem Körper und seinen Organen: der Lunge, der Leber, den Nieren und dem Herzen und sagten ihnen, für die einen auf fast schmerzhafte Art und Weise, mal Hallo und aktivierten somit unser Kreislauf- und Nervensystem. Wir nahmen Positionen ein, die unter Spannung gehalten werden mussten. Durch strecken und drehen der Wirbelsäule, durch anspannen der Muskeln und dem Dehnen der Sehnen werden die verschiedensten Körperteile und Systeme angeregt und die Organe, vor allem das Herz gestärkt. Father Joe fügte zu all seinen Anweisungen sehr wissenswerte und beeindruckende Kommentare hinzu, welche uns Aufschluss über die gesundheitlichen Vorteile von Yoga und den Energiefluss in unserem Körper brachte. Alle Teilnehmer kamen an ihre körperlichen Schmerzgrenzen, welche hin und da mit einem Stöhnen und Ächzen betont wurden. Es war jedoch wichtig, sich bei den Stellungen auf eine ruhige und tiefe Atmung zu konzentrieren und zwischen gutem und schlechtem Schmerz zu unterscheiden. Es sollten alle ihr Mass finden und es auch halten können.
Father Joe führte uns streng aber mit einer sehr sympathischen Weise durch sein Programm und stand immer, wenn nötig, zur Hilfe bereit. Auch seine treffenden Sprüche brachten immer wieder etwas Lockerung und Entspannung in unsere Gemüter. Als ich zum Beispiel mit meinen Händen zu meinen Füssen vorzudringen versuchte, schaute er zu mir und sagte: „You were born as an eagle, but you live like a chicken". Ich fand dies sehr lustig und nahm mir deshalb fest vor, ein Adler zu werden.

Am Ende der drei Tage verabschiedeten wir Father Joe mit einem gelungenen Apéro und liessen den Abend gemeinsam ausklingen. Ich denke, dass alle in diesen Tagen viel dazu gelernt haben. Ich meinerseits werde auf jeden Fall die drei Yoga-Intensiv-Tage mit Father Joe in positiver Erinnerung behalten.

T.v.R. Klient, im Juni 2009



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